DJK Niedernberg e.V.

... mehr als Tischtennis!

Wochenbericht bis einschl. 15.09.2019

Ergebnis vom Wochenende:
 
DJK Herren I - Bürgstadt I  9:4
 
Herren I erfolgreich gestartet
Zum Auftakt der Saison 19/20 empfingen wir die verjüngte, aber etablierte 1.Mannschaft aus Bürgstadt. Wir gingen zwar als Favorit an die Platten, aber dass Vorsicht geboten war, zeigte sich bereits zu Beginn in den Doppeln. Denn Zang/Diel, die als "Einserdoppelknacker" aufgestellt waren, konnten dem Spiel nicht ihren Stempel aufdrücken und wurden mit einem Trommelfeuer von forschen gegnerischen Attacken gehörig unter Druck gesetzt. Erst nach 0:2-Satzrückstand gelang es vor allem mit kürzer platzierten Aufschlägen, Sand ins Bürgstädter Getriebe zu streuen und zum 2:2 auszugleichen. Im entscheidenden 5.Satz konnte die Bürgstädter mit 11:8 jedoch wieder ihr kompromissloses Angriffspiel durchsetzen.
Mehr Erfolg hatte unser Einserdoppel Niederalt/Pieper, das bei seinem 3:1 mit vielen sehenswerten Ballwechseln nur einen Satz knapp abgab, in der Summe aber ein deutliches Übergewicht herausspielte. Unser neuformiertes Dreierdoppel Schnabel/Klimczak fand erst langsam in die Spur und lag schon mit 0:2-Sätzen hinten, bevor einige taktische Anpassungen langsam besser fruchteten und zu einer Wende des Spielverlaufs beitrugen. Nach 2 knapp gewonnen Sätzen zum 2:2-Ausgleich konnten sie sich schließlich in der Schlussphase des 5.Satzes zum 11:6 absetzen.
Im ersten Einzel hatte es Robert Zang, unsere unangefochtene Nr.1, mit einem erfahrenen und taktisch klug, aber entschlossen agierenden Gegner zu tun. So entwickelte sich ein absoluter, bis zum letzten Ballwechsel fesselnder Thriller. Robert gelang es zweimal, nach Sätzen in Führung zu gehen, aber jedesmal konnte Bürgstadts Routinier ausgleichen. So kam es zum Showdown im 5.Satz, in dem Robert nach ausgeglichenem Spielverlauf den Sieg mit 11:9 ins Ziel rettete. Am Nachbartisch zeigte derweil Michael Niederalt eine brilliante Vorstellung bei seinem3:0-Erfolg, er war sowohl spieltechnisch als auch läuferisch von Bürgstadts Nr.1 nicht in den Griff zu bekommen und überollte seinen Gegner im 3.Satz sogar mit 11:1.
In der Mitte hatte Matthias Pieper seinen jugendlichen Gegner, der zwar gute Ansätze zeigte, mit seiner reiferen Spielanlage und hoher Laufbereitschaft jederzeit im Griff und sorgte mit 3:0-Sätzen für den nächsten Sieg. Helmut Schnabel fiel ein Punkt kampflos in den Schoß, sein Gegner musste verletzungsbedingt passen. Im ersten Spiel des 3.Paarkreuzes versuchte Michal Klimczak gleich, die Initiative im Spiel zu übernehmen, ging dabei aber manchmal zu ungestüm vor und musste sich nach gewonnenem ersten Durchgang den 2.Satz noch abluchsen lassen. Dann setzte er aber vor allem seine Aufschläge gezielter und für den Gegner unberechenbarer ein, was sich in den folgenden Sätzen mit 11:5 und 11:7 bezahlt machte.
Nach 6 Punkten hintereinander lagen wir mit 7:1 weit vorne und ein hoher Kantersieg schien möglich. Es zeigte sich aber, dass Bürgstadt bei diesem Stand unter Wert geschlagen war. Im letzten Match des ersten Einzeldurchgangs konnte sich Bürgstadts junger Angreifer dreimal mit 11:9 gegen Roland Diel behaupten und auf 2:7 verkürzen. Vollkommen aus dem Tritt geriet Robert Zang in seinem 2.Einzel und fand kein Mittel gegen die schnittlosen Heber und eingestreuten überfallartigen Schlagspins von Bürgstadts Nr.1. Ein weiteres hochklassiges Duell entwickelte sich zwischen Michael Niederalt und Bürgstadts Nr.2. Nach verlorenem ersten Satz konnte Michael die folgenden beiden Durchgänge für sich entscheiden, dann kam der Gästespieler aber zurück, glich aus und hatte auch im 5.Satz mit 12:10 hauchdünn die Nase vorn. Bürgstadt war auf 4:7 herangekommen. Allerdings konnte auch Matthias Pieper seinen kampflosen Punkt verbuchen, so dass nur noch ein Zähler zum Gesamtsieg fehlte. Helmut Schnabel schien dabei anfangs auf gutem Wege, ließ sich dann aber die Spielkontrolle aus der Hand nehmen, bevor er den 3.Satz noch im letzten Moment herumreißen konnte. Im 4.Satz kam sein Gegner beim Stand von 5:10 nach Abwehr von 4 Matchbällen noch mal auf 9:10 heran, bevor er einen hohen Abwehrball von Helmut zu aller Überraschung ins Netz bugsierte.
 
Vorschau
Fr. 20.00 Kleinheubach II - DJK Herren II

Wochenbericht bis einschl. 14.04.2019

Aktuelle Ergebnisse
Schneeberg - DJK Damen I            8:4
DJK Herren I - Hösbach II              5:9
DJK Herren III - Mönchberg II        9:5
DJK Herren IV - Collenberg II        4:8
Mönchberg IV - DJK Herren V       8:1

Herren I
Ziemlich unsanft wurden wir am Samstag aus unseren Relegationsträumen gerissen. Dabei hatten wir, als wir gerade in Führung lagen, erfahren, dass der längst gesicherte TSV Stein in sportlich fairer Manier Hilpoltsein mit 9:1 bezwungen hatte, so dass uns ein Sieg den Relegationsplatz gebracht hätte.
Es hatte alles noch relativ gut begonnen. Zwar ging Hösbachs Zweite in den Doppeln mit 2:1 in Führung. Diesmal hatten nicht die Gegner mit unserem Einserdoppel Schwierigkeiten, sondern Zang/Diel fanden anfangs nicht ins Spiel. Erst den 3.Satz konnten wir knapp für uns entscheiden, die Wende schien eingeleitet, denn auch im 4.Satz hatten Zang/Diel eine komfortable Führung herausgearbeitet. Doch zum Ende des Satzes stellten sich die Gäste wieder besser auf ihr Spiel ein und schafften den Satz und damit das Spiel doch noch mit 11:9 ins Ziel.
Diese Scharte wetzten Pieper/Niederalt jedoch gegen Hösbachs Einserdoppel aus. Von Anfang an drückten sie dem Spiel mit forschen Topspinattacken und enormer Laufarbeit ihren Stempel auf, so dass die Gäste mehr reagieren mussten als selbst die Aktionen zu bestimmen. Der Lohn war ein eindrucksvolles 3:0 zum 1:1-Ausgleich. Im 3.Doppel waren wir jedoch vollkommen chancenlos.
In den ersten Einzeln hatten wir unsere stärkste Phase. Robert Zang musste zwar viele trockene Vorhandschüsse seines Gegners einstecken, beschäftigte ihn jedoch viel mit seinen Noppentreibbällen und attackierte auch bei aussichtsreichen Gelegenheiten. Auch mit seiner höheren Ballsicherheit konnte er schließlich alle 3 Sätze knapp für sich entscheiden. Noch dominanter bestimmte Matthias Pieper seine Partie. Flink auf den Beinen stand er meist richtig zum Ball und setzte mit unaufhörlichen Topspins seinen Gegner gewaltig unter Druck, gegen den der Hösbacher einfach nicht ankam - 3 klare Satzgewinne von Matthias brachten uns mit 3:2 in Führung.
Ein hartes Stück Arbeit gegen die spinnigen Vorhandtopspins seines Gegners musste Michael Niederalt verrichten. Aber darauf war Michael vorbereitet. Im ersten Satz parierte er die Angriffe, indem er sich etwas zurückfallen ließ und bei jeder Gelegenheit aus dem Rückraum Gegenattacken fuhr. Als dieses Rezept später nicht mehr funktionierte, hielt er seinen Gegner mehr auf der Rückhand und setzte bei jeder Gelegenheit zum ersten Angriff des Ballwechsels an. Mit unwiderstehlichem Siegeswillen und voller Konzentration gelang ihm schließlich in der Verlängerung des 4.Satzes der entscheidende Punkt zum 3:1-Erfolg. 4:2, wir schienen auf dem Weg in die Relegation.
Dass es gegen die sehr homogen besetzte Hösbacher Mannschaft, die trotz ihres feststehenden Abstiegs in sportlich vorbildlicher Weise kämpfte, im mittleren und besonders im hinteren Paarkreuz sehr schwer wäre zu punkten, war uns bewusst. Dass wir in den folgenden 3 Spielen jeweils aber sang- und klanglos mit 0:3 untergingen, war doch ernüchternd. Hösbach führte auf einmal mit 5:4, aber noch war nichts verloren.
Im vorderen Paarkreuz hofften wir, den Spieß wieder umzudrehen. Robert hatte gegen seinen Gegner, der mit Roberts Spielweise sehr gut zurecht kommt, den besseren Start. Dann ließ er sich den 1.Satz aber noch abluchsen. Dafür konnte er Satz 3 und 4 knapp gewinnen, indem er mit den Rückhandnoppen den Ball gut verteilte und bei Gelegenheit in den Vorhandangriff überging. Aber auch darauf stellte sich der Hösbacher besser ein, dazu unterliefen Robert vermehrt überhastete Angriffe und Flüchtigkeitsfehler, so dass die letzten beiden Sätze verloren gingen. Auch Matthias legte hervorragend mit dem Sieg des 1.Satzes los, kam dann gegen die trockenen Vorhandschüsse und unangenehmen Kurznoppen-Rückhandbälle trotz aller Bemühungen total aus dem Takt - auch diese Niederlage war nicht zu verhindern.
Den einzigen Glanzpunkt des 2.Einzeldurchgangs setzte wieder Michael Niederalt. Von Anfang an nahm er Hösbachs Altmeister, den aktuellen bayrischen Seniorenmeister, mit platzierten Vorhand- und spinnigen Rückhandtopspins aus dem Spiel, mit läuferischer Stärke war er bei den gegnerischen Angriffsversuchen zur Stelle und deklassierte ihn mit 3mal 11:5. Mit 2 imponierenden Einzelpunkten und dem Doppelsieg war Michael unser überragender Spieler und blieb als einziger ungeschlagen.
Im 2.Spiel des 2.Paarkreuzes legte Roland Diel zwar mit 11:2 los wie die Feuerwehr, konnte dieses Niveau aber nicht halten, mit beständigem und überlegtem Spiel gewann der Gästespieler die Kontrolle über das Spiel und zerstörte mit dem 8.Hösbacher Punkt schon alle Relegationsträume. Das letzte Einzel war in dieser Hinsicht schon bedeutungslos, hier verloren wir erneut mit 0:3 - im 3.Paarkreuz gelang uns kein einziger Satzgewinn!
Zum Saisonschluß belegen wir hauchdünn vor Hösbach II den vorletzten Tabellenplatz und steigen in die Landesliga ab, wo wir aber wieder angreifen wollen.

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Wochenbericht bis einschl. 07.04.2019

Aktuelle Ergebnisse
Rück-Schippach II - DJK Damen II     8:2
DJK Herren I - TSV Stein I                  8:8
Hofstetten I - DJK Herren II                9:6
Mömlingen I - DJK Herren III              9:6
Freudenberg II - DJK Herren IV         8:5
DJK Herren V - Rück-Schippach III    8:3
Hofstetten II - DJK Jungen I               7:3
DJK Jungen I - Großostheim              3:7
DJK Jungen II - Großwallstadt            3:7

Herren I sensationell
Als klarer Außenseiter empfingen wir die Gäste vom TSV Stein, die in Bestbesetzung antraten, darunter die 2 besten Spieler der Liga (aus Weißrußland und Nordmazedonien) und einem der besten Spieler im mittleren Paarkreuz.
Das Spiel begann auch etwa so wie erwartet. Wir mischten in allen Doppeln gut mit, aber zweimal waren die Gäste letztendlich mit 3:1-Sätzen erfolgreich. Auch unser Einserdoppel Zang/Diel schien nach 1:2-Satzrückstand auf der Verliererstrasse zu sein, konnte dann aber wieder dem Spiel seinen Stempel aufdrücken und noch 3:2 gewinnen. Gegen die beiden Stars der Liga war in den ersten Einzeln trotz guter Leistungen kein Kraut gewachsen, ebenso gegen den Spitzenspieler im mittleren Paarkreuz. Hier gelang Roland Diel aber schon ein Satzgewinn und die restlichen Sätze verlor er nur ganz knapp mit 2 Punkten Unterschied. So hatte der TSV Stein schon 5 Punkte eingefahren.
Das erste Ausrufezeichen im Einzel setzte Michael Niederalt. Er hatte bei seinem 3:0 seinen Gegner, der zwar mit forschen Angriffen etliche beeindruckende Punkte erzielte, jederzeit im Griff, denn Michael spielte einfach durchdachter und beständiger.  
Im 3.Paarkreuz erfüllten Jürgen Hoffmann und Michal Klimczak unsere Hoffnung auf weitere Zähler. Jürgen rang seinen Gegner mit unermüdlicher Abwehrarbeit schließlich mit 3:1 nieder und Michal trumpfte sogar dank seiner schnellen Topspins, gegen die sein Gegner nicht ankam, mit einem 3:0 auf. Es stand 4:5 - ein guter Zwischenstand für uns, aber jetzt waren ja wieder die 3 Asse der Gäste an der Reihe.
Doch dann entwickelte sich das unglaublichste Spiel dieser Saison. Robert Zang brachte den besten Akteur der Liga, den ungeschlagenen weißrussischen Topspieler, bereits gehörig in die Bredouille. Gegen Roberts in der ganzen Liga gefürchtete Noppentreib- und Abwehrbälle wusste dieser lange Zeit kein Mittel und musste alle Energie und Erfahrung aufbieten, um schließlich, nachdem er im 4.Satz einen 7:10-Rückstand in ein 12:10 drehte, doch mit 3:1 als Sieger von der Platte zu gehen. Parallel dazu traf Matthias Pieper auf die Nr.2 der Liga mit einer Bilanz von 17:1, seine Siegchance betrug laut Tischtennisrangliste verschwindend geringe 0,5%. Die Zuschauer rieben sich die Augen angesichts dessen, was sie da sahen. Es war kein Unterschied zwischen Matthias und dem nordmazedonischen Spitzenspieler zu sehen. Das Match wogte mit langen phantastischen Topspinduellen hin und her, aber Matthias gelang es oft, die Schlagspins seines Gegners zu parieren und ihn im Gegenzug mit ausgefeilter Platzierung in die Enge zu treiben. Auch in den Schlussphasen der Sätze zeigte Mattias keine Nerven und blieb seiner Linie treu. Mit lautem Jubel konnte er schließlich 3 Satzgewinne mit 12:10, 11:9 und 11:9 feiern und sein Gegner feuerte seinen Schläger wutentbrannt in die Bande - die wahrscheinlich größte Überraschung der Saison in der gesamten Liga. Statt 4:7 stand es jetzt nur 5:6.
Im mittleren Paarkreuz rechneten die Gäste natürlich mit dem nächsten Punkt, zu unüberwindbar schien die Aufgabe bei einer Gewinnerwartung von 7,6% für Michael Niederalt. Doch wieder staunten die Zuschauer. Michael verleitete seinen hochfavorisierten Gegner mit sehr variabler Spielgestaltung immer wieder zu Fehlern. Mit entschlossenen Topspins, durch schnittige Aufschläge vorbereitet, dazwischen gut platzierten Block- und Stoppbällen, dann mal mit Ballonabwehr aus dem tiefen Raum brachte er seinen Gegner aus dem Konzept. Als sich der Gästespieler nach einem eigenen Aufschlagfehler zum 6:10 über einen Triumphschrei aufregte, der Michael in der Anspannung entfuhr und für den er sich umgehend mehrfach entschuldigte, und dann auf einmal wie aufgedreht mit 4 Punkten in Folge zum 10:10 ausglich, drohte das Match zu kippen. Aber Michael hatte eiserne Nerven und holte den Satz mit 13:11. Auch im 3.Satz blieb Michael dran und hielt dagegen, der Druck auf den Steiner wurde so stark, dass er auch jetzt immer einem knappen Rückstand hinterherlief und Michael schließlich mit 11:9 triumphierte - die zweite Sensation dieses Tages und der Ausgleich zum 6:6.

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